Fußsohle

Durch den Verlust oder die Verminderung von Schmerz-, Temperatur-, Berührungs- und Vibrationsempfinden merken CMT-Betroffene nicht mehr, ob der Fuß an einer Stelle weh tut oder fehlbelastet ist. Durch die krankheitsbedingte Verformung des gesamten Fußes werden die Zehenkuppen nach unten gebogen und die Zehenballen übermäßig stark belastet. Durch die Belastung entsteht eine verdickte Haut, eine Schwiele. Weil nun aber die Haut dicker ist und durch die Erkrankung zusätzlich nicht mehr so gut ernährt wird, wird das emfindliche Gewebe durch den Druck geschädigt und es entsteht eine oft schmerzlose Wunde (=Ulcus).Da wenig bis keine Beschwerden verspürt werden, kommt es leicht zu einem gefährlichen Unterschätzen der Probleme.

Wegen des eingeschränkten Spürsinns ist die regelmäßige Inspektion beider Sohlen im Sitzen mit über das Knie gelegtem Fuß entscheidend. Die Sohlen sollen annähernd gleichmäßig dicke Haut zeigen, keine Stelle darf übermäßig verdickt sein. Die Haut soll glatt und nicht trocken und spröde oder gar rissig sein.